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Geburt: Tipps für die Entbindung

Geburt: Tipps für die Entbindung

Ich sag’s gleich vorweg: Die Schmerzen einer natürlichen Geburt sind nicht von dieser Welt! & das alles erlebst Du bei vollem Bewusstsein! So bald die Geburt beginnt, musst Du den Prozess irgendwie durchstehen & kannst eigentlich nicht mehr viel ausrichten. Hier ein paar Tipps, die mir für diese Zeit sehr geholfen haben.

  • Bring Deinen Partner mit
    Der beste Beistand während der Geburt ist Dein Partner! Manchmal ist es nicht möglich, dass Dein Mann oder Freund Dich begleitet. Dann versuche mindestens jemanden dabei zu haben, dem Du vertraust & bei dem Du Dich 100% wohlfühlst! Das ist der wahrscheinlichst intimste Moment Deines Lebens, denn es werden nicht nur die Kleider fallen, sondern auch Deine Fassade. Somit wirst Du Deine zerbrechlichste Seite zeigen – ein Seelenstriptease quasi. Der Gebärsaal ist kein Ort um die „taffe“ Frau vorzuspielen. Der Prozess der Geburt kann lange dauern & da ist es einfach schön, jemanden dabei zu haben, der Dich auch mental unterstützt & ein wenig für Ablenkung sorgen kann. Zusätzlicher Stress brauchst Du in dieser Zeit wirklich nicht.

  • Entspanne Dich
    Das ist das allerwichtigste & zugleich das allerdümmste. Natürlich ist eine Geburt alles andere als entspannend. Höllische Schmerzen & Unwissenheit wie lange es wohl noch dauert, werden Dich begleiten. Aber wenn Du Dich nicht „gehen lässt“, ist das kontraproduktiv & es dauert noch länger. Deshalb drehen sich alle Tipps um das Entspannen.

  • Unterkiefer locker lassen
    Auch wenn Du denkst, dass Du die Muskeln locker hast. So lange Dein Unterkiefer angespannt ist, ist es auch Dein Körper. Achte Dich auf Deine Zunge & ob Du Dein Gebiss zusammenpresst. Oft sind wir angespannt, ohne dass wir es merken.

  • Bewusstes Ein- & Ausatmen
    Irgendwie haben wir das alle schon mal gehört. Aber ich kann bestätigen, dass ein langsames & bewusstes Ein- & Ausatmen den Umgang mit den Wehen leichter macht. Das kann sehr meditierend wirken.

  • Die Wehen verstehen
    Wehen sind der KILLER! Sie sind sagenhaft schmerzhaft. In diesen Stunden, wo Du Dich vor Schmerz verzerrst, kannst Du schon mal die Existenz der Menschheit hinterfragen.  Wie die verschiedenen Wehenphasen genau heissen, ist schnurz egal & musst Du auch nicht wissen. Aber was Du wissen musst, ist, wofür eine Wehe steht! Die Wehen öffnen nämlich Deinen Muttermund & das Kind schiebt seine Schädelplatten übereinander, um das Köpfchen kleiner zu machen. Diese Prozedur braucht natürlich Zeit. Jede Wehe bedeutet also einen Fortschritt. Deshalb solltest Du nicht gegen die Wehen ankämpfen, sondern diese so gut wie möglich verarbeiten. & eine kleine Aufmunterung: Zwischen den Wehen gibt es eine Wehenpause. Diese sind meist komplett schmerzfrei.

    Was mir persönlich sehr geholfen hat, war dieser Gedanke: Eine Wehe mehr = eine Wehe weniger. Ich habe mir einen Tempel mit einer laaaangen Treppe vorgestellt, die Du erklimmen musst. Jede Stufe ist schmerzhaft & anstrengend, aber Du weisst, dass Du nach jeder überstandenen Wehe (eine Stufe), Deinem Ziel ein Stück näher bist.

Auch wenn der Weg lange scheint, irgendwann bist Du am Ziel!

Auch wenn der Weg lange scheint, irgendwann bist Du am Ziel!

  • Verschiesse nicht Dein ganzes Pulver auf einmal
    Du kannst Dir die Geburt in verschiedene Etappen aufteilen. Gehe immer bis zu Deinem Limit & gönne Dir dann eine kleine „Erleichterung“. Das kann eine Schmerztablette, eigene Musik, eigener Duft, ein Wechsel in die Badewanne oder eine PDA sein. 

    Ich blieb nach dem Einsatz der Wehen fast 3h zuhause & habe mir mit einer Wärmeflasche Linderung verschafft (1. Erleichterung). Als ich mich nicht mehr wohlfühlte, sind wir ins Spital gefahren (2. Erleichterung) & habe dort die Wehen im Spitalbett verarbeitet bis ich es nicht mehr aushielt. Danach bin ich in die Badewanne (3. Erleichterung). Die nächsten Schritte wären dann Schmerztabletten usw. gewesen.

  • Schmerzen sind nur temporär
    Die Schmerzen verschwinden tatsächlich nachdem Dein Kind auf der Welt ist. So war es jedenfalls bei mir. Also einfach durchhalten!

Ich hoffe, diese Ratschläge helfen Dir ebenfalls. Wie Du Dich auf die Geburt im Vorhinen vorbereitest, kannst Du in folgendem Beitrag lesen:

Cheers,

Martina

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Mein Name ist Martina, bin 26 Jahre alt, lebe inmittem der Zentralschweizer Alpen & arbeite als Marketingfachfrau in Zürich. Als Meerjungfrau liebe ich Meer & Seen & es fällt mir schwer, mich von gutem Essen fern zu halten. Zurzeit bin ich schwanger & nehme Dich auf diesem Weg ein Stück mit.

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