Low Waste Lifestyle: Konsum Verhalten

Low Waste Lifestyle: Konsum Verhalten

Hast Du schon mal von „Zero Waste“, „Less Waste“ oder „Low Waste“ gehört? Die Begriffe drehen sich alle um das Vermeiden von Abfall. In meinen Augen beginnt der Schritt zu einem nachhaltigeren Leben bereits beim Konsum. Gerne zeige ich Dir, wie Du Dein Kauf Verhalten besser umsetzen kannst.

Konsum Verhalten

Was ist das Gegenteil einer Wegwerfgesellschaft? Nachhaltigkeit. Gegenstände so lange wie möglich verwenden. Wenn etwas kaputt geht, reparieren oder fachgerecht entsorgen. Wenn Du es nicht mehr willst, weiter geben. Nicht alles gleich auf den Müll schmeissen. Während wir in der „1.Welt“ nur so vor Überfluss an Produkten ertrinken, schwimmt in anderen Flüssen unser Abfall. Es gibt so viele materielle Güter auf unserem Planeten & vieles davon wird achtsam weggeworfen. Meist nicht mal lange gebraucht. Wie ich neulich gelesen habe: There is no „away“ in „throw away“. Irgendwo landet das Zeug immer.

Seit ein paar Monaten habe ich mich intensiv mit meinem Konsum Verhalten auseinander gesetzt. & ich konnte es erfolgreich zu einem nachhaltigeren Lebensstil umgestalten. Folgende Schritte haben mir dabei geholfen.

  1. Brauchen, was man bereits hat

    Benutze Dinge, die Du bereits zuhause hast. Sehr oft kaufen wir Sachen, die wir eigentlich nicht brauchen oder bereits besitzen. Es bringt auch nichts, wenn Du Produkte wie z.B. Strohhalme in die Tonne schmeisst, weil sie nicht gut für die Umwelt sind. Dann solltest Du diese lieber aufbrauchen & dann einfach nicht mehr nach kaufen. Vielleicht hast Du auch 20 Pullover im Kleiderschrank & könntest anfangen, solche zu tragen, die schon lange kein Tageslicht mehr gesehen haben bevor Du Dir einen neuen zulegst. Schon mal in den Badschrank geschaut? Ich bin sicher, dass die Anzahl an Lippenstiften für die nächsten 7 Jahre ausreichend ist.

    Wenn Du Dir nur etwas neues zulegst, wenn etwas aufgebraucht ist, wirst Du auch automatisch kritischer bei der Auswahl. Mittlerweile bin ich echt wählerisch, was ich mir so ins Haus hole. Pluspunkt: Wenn Du weniger kaufst, kannst Du qualitativ hochwertigere Produkte – die meist mit dem entsprechenden Preis kommen – leisten.

  2. Ausleihen & Tauschen

    Manches benötigst Du nur 1 – 2 mal wie z.B. einen grossen Rucksack für Backpacking, ein Kinderreisebett oder ein Anhänger für Dein Auto. Dann lohnt es sich, im Bekanntenkreis zu fragen, ob jemand das Wunschobjekt hat, das Du ausleihen könntest. Mit WhatsApp, Instagram & Co sollte es nicht schwer sein, in einer grösseren Runde nachzufragen. Schliesslich kann man die sozialen Netzwerke auch für etwas nützliches Gebrauchen als nur Likes & Shares.

    Kleider, Accessoires, Spielzeuge oder ähnliches können auch einfach getauscht werden. Für Kinder sind „neue“ Spielwaren immer faszinierend. & es schert sie überhaupt nicht, dass ein anderes Kind das bereits in der Hand hatte.

  3. Gebraucht kaufen

    Es muss nicht alles neu sein. & es muss auch nicht alles sofort sein. Halte Ausschau nach Dingen aus zweiter Hand. Die wenigsten kaufen einen Neuwagen – warum sollte uns die Weitergabe bei anderen Objekten stören? In Brockenhäusern, Kleiderbörsen, Second-Hand-Shops, Flohmärkten & Online-Plattformen gibt es so viele gut erhaltene Gegenstände zu einem super Preis. So sparst Du Geld & rettest den ein oder anderen Gegenstand vor der Müllabfuhr.

    Besonders Haushaltsartikel, Bücher & Dekoration findest Du da ohne Ende. Mittlerweile kann ich auch gut auf etwas warten. Mit ein wenig Geduld habe ich schon viele tolle Sachen gefunden. & mal ehrlich: Welche materiellen Dinge sind so wichtig, dass man sie in den nächsten 24h braucht?

    InstaStory von marrai.ch über Flohmarkt & Brockenhaus

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  4. Selber machen

    Eines der schönsten Etappen im Low Waste Lifestyle ist, Dinge selber zu machen. Besonders cool ist das sogenannte „upcycling“, wo Du aus gebrauchten Gegenständen etwas neues zauberst. Vor allem aus alten Kleidern lassen sich tolle Sachen kreieren. Wie wär’s mit Stoffservietten oder einem Beutel?

    Selbst hergestellte Konfitüren, Gewürzmischungen oder Nudeln schmecken nicht nur fantastisch, sondern eignen sich hervorragend für Geschenke. Solche Mitbringsel sind nicht nur um einiges persönlicher für den Empfänger, Du lernst auch viele Dinge beim Erstellen neu & beschäftigst Dich kreativ.

  5. Kaufen

    Alles, was Du in den vorherigen Schritten nicht finden konntest, lässt sich kaufen. Am besten achtest Du bereits beim Einkauf, was im Warenkorb landet. Versuche unnötige Verpackung zu vermeiden. Wenn das nicht geht, auf recycelbares Material zurückgreifen. Achte Dich auf Qualitätsmerkmale & überlege Dir, ob Du zusätzliche Faktoren wie faire Herstellung etc. beachten möchtest. & wenn Du beim Stöbern im Laden eine coole Tasse siehst, frag Dich selber: Brauche ich das wirklich? Oder sind die 13 andern Tassen, die ich eh nicht alle auf einmal benutzen werde, genug?

    Frische Lebensmittel wie Gemüse, Eier, Fleisch, Käse etc. lassen sich beim Erzeuger verpackungsfrei kaufen, wenn Du einen eigenen Behälter mitbringst. Alles andere findest Du auf gut Glück in „Unverpackt-Läden“ & Supermärkten. Besonders bei Online-Bestellungen kommen die Pakete mit viel Füllmaterial an, das Du wiederum entsorgen musst.

Mittlerweile bin ich echt zum Second-Hand-Junky geworden. Generell bin ich auch viel zufriedener mit dem, was ich habe. An viele Dinge, die ich besitze, konnte ich mich zum Teil nicht mehr mal erinnern. Auf Reisen bin ich nicht mehr beschäftigt, alle Kleiderläden der Stadt abzuklappern & sinnlose Souvenirs zu kaufen. Da spart man echt eine Menge Geld & Zeit.

Cheers,

Martina

 

 

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